IFNG: Grüne fordern Signal gegen Computer-Killerspiele

ifngIn der Diskussion um das Intel Friday Night Game am 5. Juni in Karlsruhe, fordert die Grüne Gemeinderatsfraktion ein klares Signal gegen so genannte „Killerspiele“. Dieses Signal müsse die kurzfristige Forderung an den Veranstalter sein, das Friday Night Game ohne aggressive Spiele stattfinden zu lassen. „Wir lassen uns in dieser Frage nicht vom Oberbürgermeister vereinnahmen“, so Bettina Lisbach und Anne Segor von den Grünen.

„Wir haben große Bedenken gegen diese Art von Freizeitbeschäftigung. Spiele wie Counter Strike verherrlichen Gewalt und verletzen die Würde der Menschen. Sie können bei exzessivem Gebrauch abstumpfen und bergen dann ein enormes Gefahrenpotential. Als Grüne fordern wir, dass die Stadt hier eindeutig Stellung bezieht“, so Lisbach und Segor. Außerdem erwecke die von der Stadtverwaltung herausgegebene Pressemitteilung den Eindruck, dass alle Fraktionen in die Entscheidungsfindung über die Genehmigung des Intel Friday Night Game einbezogen gewesen seien. „Dies war jedoch nicht der Fall. Uns wurde lediglich im Rahmen einer Ausschusssitzung mitgeteilt, dass juristisch keine Handhabe bestehe, die Veranstaltung in Karlsruhe zu verhindern“, so die beiden Kommunalpolitikerinnen.

„Wenn es nach uns ginge, hätte Karlsruhe dem Intel Friday Night Game in der jetzt geplanten Form frühzeitig einen Riegel vorgeschoben, indem die KMK für diese Veranstaltung keine Halle zur Verfügung gestellt hätte. Das allein hätte aber das Problem nicht gelöst. Jeder kann sich diese Spiele heute zu Hause auf den Computer laden, ganz ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon mit bekommt. […] Wer in diesem Segment Geschäfte macht, handelt unverantwortlich“, so Lisbach und Segor weiter.