Vortex 3620 Midi-Tower

Neue Märkte zu erschließen ist das Ziel von vielen Unternehmen weltweit. Eine globale Verfügbarkeit sichert die Position und Auftragslage vieler Firmen. Maxcube, ein in Deutschland noch recht unbekannter Hersteller von Gehäusen, Netzteilen und weiterem PC-Zubehör expandiert ebenfalls in europäische Märkte. Heute durften wir eines der neuen Produkte aus dem Portfolio unter die Lupe nehmen: Den Vortex 3620 Midi-Tower. Ein herzliches Dankeschön gilt dabei PNL-tec für die freundliche und unkomplizierte Bereitstellung des Testsamples.

 

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Technische Details:

Abmaße: 185 x 408 x 475 mm (B x H x T)

Gewicht: 7,2kg

Einbauschächte: – 3x 5,25“ extern

– 2x 3,5“ extern

– 5x 3,5“ intern

Erweiterungsplätze: 7

Frontanschlüsse: 4x USB 2.0, 1x eSATA, HD-Audio, Mic

Standards: ATX, Mini-ATX, Micro-ATX, Flex-ATX, Mini-ITX

Maxcube liefert den Midi-Tower Vortex 3620 in einem stabilen und farbig bedruckten Karton aus, auf dem seitlich noch technische Details aufgedruckt wurden. Nach dem Öffnen der Verpackung können wir unter dem Styropor-Kantenschutz einen Blick auf das schwarze Äußere des Gehäuses erhaschen. Eine Schutzfolie gegen Kratzer und Staub ist nicht vorhanden, nur an bestimmten Stellen wurde eine leicht klebende Folie platziert. Das Zubehör wurde im Gehäuse in einer grünen, wiederverschließbaren Kunststofftasche untergebracht.

 

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Zum Lieferumfang gehören hier nicht nur die üblichen Schrauben, welche komplett schwarz lackiert wurden, sondern auch Ersatzzubehör für das schraubenlose Montagesystem sowie mehrere zusätzliche Slotblenden. Ebenfalls gehört ein bebildertes und in englischer Sprache verfasstes Handbuch dazu, in dem die Installation bebildert ist und Schritt für Schritt erklärt wird.

Hier eine kleine Auflistung des Zubehörs:

9x Abstandshalter

18x Schrauben zur Montage des Mainboards und der Festplatten

8x Schrauben für die optischen Laufwerke

4x Schrauben für die Netzteilmontage

3x kleine Kabelbinder

2x schraubenloses Montageset für optische Laufwerke (Ersatzzubehör)

1x Kunststoffklemme zur Kabelfixierung

1x Kunststoffklammer zur Kabelfixierung

1x Schlosshalterung zum Abschließen des linken Seitenteils

1x 3pin zu 4pin Molex-Adapter für den Frontlüfter

7x Ersatz-Slotblenden, falls bereits ausgebrochene Öffnungen verschlossen werden sollen

Das Besondere am Zubehör ist neben dem Umfang auch die Färbung: Sämtliches Zubehör kommt, passend zum Gehäuse, in komplett schwarzer Lackierung daher. Dadurch wird Innen und Außen ein unnötiger Kontrast durch die Verwendung unterschiedlicher Farbkombinationen vermieden. Doch genug der Schwärmereien, schauen wir uns das dunkle Äußere etwas näher an.

 

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Die Front des kompakten Midi-Towers glänzt vor allen Dingen durch den Frontrahmen aus schwarzem, hochglanzlackiertem Kunststoff, der nicht nur stabil wirkt, sondern auch hochwertig verarbeitet ist. Auffallend ist außerdem die Formgebung des Konturzugs um die aus Mesh bestehenden Laufwerksblenden. Aufgrund der mattschwarzen Lackierung bietet die Kontur einen angenehmen Kontrast zur restlichen Front.

Im unteren Teil der Front verbirgt sich hinter dem Mesh zudem ein 120 mm großer Lüfter, der nicht beleuchtet ist. Doch gehen wir einmal von unten nach oben, so fällt einem das ebenfalls in Hochglanzschwarz lackierte Frontpanel ins Auge. Es bietet, besonders in Anbetracht des Preises, eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten, die man selbst bei teureren Gehäusen manchmal vergeblich sucht.

Neben zwischen daumengroßen Power- und Reset-Tastern, die ein leichtes Spiel haben, befinden sich vier USB 2.0 Ports, ein eSATA-Port sowie Anschlussmöglichkeiten für HD-Audio und Mikrofon. Außerdem wurden zwei LEDs zur Statusanzeige des Systems integriert.

 

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Die beiden Seitenteile des Gehäuses, welche mit Rändelschrauben fixiert sind, weisen, bis auf die Lüftungsschlitze, keine Besonderheiten auf. Eine Aufnahmemöglichkeit für 120 mm Lüfter ist im linken Seitenteil nicht vorgesehen. Gleiches gilt für das Top des Gehäuses. Hier sind keine Aussparungen für Lüfter vorgesehen, was aufgrund der Netzteilposition aber nicht weiter tragisch ist. Die Rückseite bietet den gewohnten Anblick: Neben dem oben montierbaren Netzteil sind im unteren Bereich sieben Erweiterungsplätze sowie eine Aufnahme für Lüfter der Größen 80, 92 und 120 mm vorhanden.

Der Lack des gesamten Gehäuses ist gleichmäßig aufgetragen und weist keine Fehler auf. Für einen stabilen Stand sorgen die vier schwarz gummierten Füße am Unterboden. Kommen wir nach der äußerlichen Inspektion nun zu den innenliegenden Details.

Nach dem Öffnen der beiden Seitenteile blickt man in einen komplett schwarz lackierten Innenraum. Einzig und allein die weißen Verschlüsse der schraubenlosen Montagesysteme an Festplatten, Laufwerke und Erweiterungskarten bieten einen schönen Kontrast. Das Mainboardtray bietet einen großzügigen, mit Kantenschutz umrahmten Ausschnitt, der besonders die Montage großer Prozessorkühler nach dem Einbau des Mainboards erleichtert. Desweiteren sind zwei kleinere Ausschnitte zum Verlegen der Kabel vorhanden, welche dank der im Tray integrierten Klammern direkt fixiert werden können. Obwohl auf eine Querstrebe zwischen Netzteil und Mainboard verzichtet wurde, ist das Gehäuse sehr verzugsfest und es wird dank fehlender Querstrebe auch ein leichterer Einbau der Hardware möglich.

 

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Der Einbau der Hardware erfolgt in der Tat schnell und problemlos. Dank des vorhandenen Platzes kann das Mainboard schnell installiert und der sperrige Kühler anschließend rückseitig verschraubt werden. Das Netzteil lässt sich problemlos durch die vorhandene Öffnung der Rückseite einschieben, so dass ein Vorbeifädeln am Mainboard entfällt.

Dank des simplen, aber sehr effektiven Befestigungsmechanismus für die Erweiterungskarten lassen sich selbst Dual-Slot-Karten problemlos und stabil einbauen. Acht geben sollte man jedoch beim Einbau langer Grafikkarten des Typs GTX295 und HD5970. Hier kann es zwischen den Festplatten und der Erweiterungskarten unter Umständen zu Platzproblemen kommen.

Bei der Montage der Festplatten und der optischen Laufwerke kann das schraubenlose Montagesystem ebenfalls durch den simplen Aufbau glänzen. Nach dem Entfernen der Frontblende wird eine Laufwerksblende gelöst, die Frontblende wieder montiert und das Laufwerk in den Schacht eingeschoben. Anschließend wird es beidseitig mit den mitgelieferten Verschlüssen fixiert. Dabei stehen dem Benutzer zwei verschiedene Abstände zur Auswahl, so dass es auch bei unterschiedlich langen Laufwerken zu keinen Problemen kommt.

Dank der Öffnungen im Mainboardtray und der mitgelieferten Hilfsmittel lassen sich sämtliche Kabel problemlos und einfach verlegen, ohne den Luftstrom im Gehäuse zu stören. Die Kabel des Frontpanels sind aufgrund der Länge leicht verlegbar und selbst die entlegensten Ecken des Mainboards sind erreichbar. Beim Einbau der Hardware gab es erfreulicherweise keine Verletzungen zu beklagen, was auf die hohe Verarbeitungsqualität der sauber entgrateten und geschützten Kanten zurückzuführen ist. Beim anschließenden Systemstart war der Lüfter leicht hörbar, ein Klackern oder Schleifen der Lagerung war nicht zu bemerken.


Fazit:

Selten konnte ein Gehäuse in diesem Preissegment so überzeugen. Selbst Modelle in der Preisliga bis 80 Euro bekommen hier ernsthafte Konkurrenz. Das Vortex 3620 von Maxcube wartet mit einer hohen Verarbeitungsqualität und Stabilität bei gleichzeitig niedrigem Gewicht auf. Einzig und allein die Taster sind ein Kritikpunkt, da ihr Spiel etwas zu groß ist. Dafür bekommt es von uns den Geheimtipp-Award, denn mehr bekommt man für einen Kampfpreis von knapp 40 Euro wohl kaum.

 

geheimtipp

Wertung: 87%

(nAo)