Silent Hunter 5 – Battle of the Atlantic

Ab auf Tauchfahrt – So schallt es seit kurzem wieder aus den Lautsprechern und Headsets vieler Spieler. Und das nicht ohne Grund, denn Ubisoft hat mit Silent Hunter 5 – Battle of the Atlantic einen neuen Teil der beliebten U-Boot-Simulation auf den Markt gebracht. Wie sich der fünfte Teil im Vergleich zu den Vorgängern spielt und was er für Neuerungen bereithält, werden wir für euch herausfinden.

Ein herzliches Dankeschön geht an Publisher Ubisoft für die schnelle Bereitstellung des Testsamples.

 

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Neben der Installations-DVD enthält die schwarze DVD-Hülle mit farbigem Cover ein ausführliches und in deutscher Sprache ausgeführtes Handbuch. Auf dem Handbuch ist zudem die Seriennummer zur Registrierung der Software über Ubisofts neue Software Game Launcher aufgedruckt. Im Handbuch befinden sich neben der Installationsanleitung auch eine Beschreibung der Mannschaft und derer Eigenschaften.

Info:Der Game-Launcher wurde von Ubisoft zur Bekämpfung der Software-Piraterie eingeführt und sieht eine Zwangsverbindung mit dem Internet während der Spielzeit vor. Wird die Internetverbindung unterbrochen, so kann man nicht weiterspielen. Die Spielstände werden auf einem Ubisoft-Server gespeichert. Neben dem Game-Launcher ist eine Registrierung auf www.ubi.com sowie eine legale Seriennummer nötig, um das Spiel starten zu können.

Die Installation des Spiels dauerte ca. 10 Minuten, besonders zeitaufwändig war die anschließende Erstkonfiguration des Game-Launchers, welche bei weiteren neuen Ubisoft-Spielen entfällt. Nach der Konfiguration und einem Doppelklick auf die Startdatei des Spiels loggt sich der Game-Launcher ein und zwingt dem Spieler ein Zwangsupdate auf. Besonders bei einer langsamen Internetverbindung (DSL384) kann dies bis zu einer halben Stunde dauern. Doch genug der Einführung in Ubisofts neuesten Kopierschutz, schauen wir uns das Spiel einmal etwas genauer an.

Features im Überblick:

– vier deutsche U-Boot Typen warten auf Ihren Befehl

– versenken Sie Schiffe auf der gesamten Erdkugel

– Unterstützung durch eine elfköpfige Besatzung

– dynamisches Kampagnensystem

– historische Missionen, um große Schlachten zu spielen

– Multiplayer für bis zu acht Spieler

Nach einem verheißungsvollen Intro und einem Ladebildschirm gelangt man in den „U-Boot-Hafen“. Hier könnt ihr neben der Kampagne und den historischen Missionen auch auf einen Mehrspielermodus zugreifen sowie die Optionen bezüglich Schwierigkeit, Grafik und Sound anpassen. Die Optionen sind, bis auf die Soundeinstellungen, sehr ausführlich und erlauben viele Anpassungen. Für Anfänger ist es jedoch empfehlenswert, eine der voreingestellten Einstellungen zu übernehmen. Desweiteren ist es im „U-Boot-Hafen“ möglich, unter dem Menüpunkt Museum sämtliche Schlachtschiffe und U-Boote verschiedener Nationen in 3D und in voller Fahrt zu begutachten.

 

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Dabei sticht einem der besonders hohe Detailgrad der Schiffe und U-Boote ins Auge. Jedes dieser Seegefährte wurde detailgetreu übernommen, sowohl Innen als auch Außen. Verfassungsfeindliche Symbole wurden entfernt (hier gab es ein paar Probleme mit der Collector’s-Edition) und durch Platzhalter ersetzt. Auch die Crew sieht ansprechend aus. Die Texturen sind zwar etwas gröber, für eine Simulation aber dennoch sehr gut geraten.

 

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Die Sichtweite auf hoher See ist bei gutem Wetter sehr hoch. So sieht man schon aus der Ferne Konvois und Küstenabschnitte, die sehr authentisch wirken. Gleiches gilt für die Wolkenanimation und die Explosionsdarstellung. Fehler treten in unregelmäßigen Abständen bei der Darstellung kleinerer Objekte, wie z.B. Ferngläser auf.

 

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Die Steuerung des Unterwasserschiffes mag für Laien anfangs etwas überfordernd wirken, jedoch bietet die Kampagne in den ersten Missionen ein Tutorial, um die grundlegendsten und gleichzeitig auch wichtigsten Funktionen für die Fahrt auf den Ozeanen zu lernen. Sollte der Spieler im hitzigen Gefecht einmal einen Tastaturbefehl vergessen, so kann er über F1 eine Tastatur mit einer Befehlserklärung einblenden.

 

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Desweiteren gibt es die Möglichkeit, bei besonders großen Strecken, die es auf der Karte zu bewältigen gilt, die Zeit um ein Vielfaches zu beschleunigen. Jedoch sollte man beim Navigieren über die Weltkarte immer im Auge behalten, dass man selbst die Strecke festlegt und der Computer keinerlei Korrekturen vornimmt. Zieht man eine Richtungsanweisung als über das Festland, so läuft das U-Boot auf und die Mission ist gescheitert.

Nicht nur die leichte Bedienung von Karte und Geschütz kann überzeugen, sondern auch die Ich-Perspektive sowie die Möglichkeit der freien U-Boot-Begehung bringt einen zusätzlichen Grad an Realismus in das Spiel.

 

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Allerdings ist man (natürlich) nicht alleine auf dem U-Boot. Selbstverständlich steht dem Spieler eine große Mannschaft mit Rat und Tat zur Seite. Schade nur, dass einige Matrosen KI-Fehler aufweisen, die besonders am Realismus von Silent Hunter 5 nagen. Steht der Wachoffizier bei der Überwasserfahrt noch auf dem U-Boot, so geht er bei einem Tauchbefehl nicht in das Innere, sondern teleportiert erst nach dem erfolgten Tauchgang dorthin – sehr interessant. Wird das Schiff beschädigt und es tritt Wasser ein, so kümmert sich die Besatzung zwar um das Wohl des Schiffes, verbleibt dabei jedoch trotzig auf ihren Positionen.

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Minimale Systemanforderungen:

Prozessor: Intel® Core2Duo® E4400 oder AMD® Athlon™ 64 X2 4000+ oder besser
Betriebssystem: Windows® XP (Service Pack 3) oder Windows Vista® (Service Pack 2)
Arbeitsspeicher: 1 GB (XP)/2 GB (Vista)
DVD-ROM: 4-fach Dual-Layer-Laufwerk
Freier Festplattenspeicher: 10 GB
Grafikkarte: 256 MB mit DirectX® 9.0c kompatibel (ATI® Radeon HD 2600/GeForce® 8800 oder besser)
Soundkarte: Mit DirectX® 9.0c kompatibel
DirectX®-Version: 9.0c (auf Disc enthalten)

Empfohlene Systemvoraussetzungen:

Prozessor: Intel® Core2Duo® E6850 oder AMD® Athlon™ 64 X2 5600+ oder besser
Betriebssystem: Windows® XP (Service Pack 3) oder Windows Vista® (Service Pack 2) oder Windows® 7
Arbeitsspeicher: 2 GB (XP/Vista/Windows® 7)
DVD-ROM: 4-fach Dual-Layer-Laufwerk
Freier Festplattenspeicher: 15 GB
Grafikkarte: 512 MB mit DirectX® 9.0c kompatibel (ATI® Radeon HD 3000/GeForce® 9 oder besser)
Soundkarte: Mit DirectX® 9.0c kompatibel
DirectX®-Version: 9.0c (auf Disc enthalten)

Fazit:

Silent Hunter 5 – Battle of the Atlantic bietet auch für Neueinsteiger dieses Genres einen (Kauf-)Anreiz. So richtig über das Spiel freuen können sich hier nicht nur die eingefleischten Fans von U-Boot Simulationen. Die dynamische Kampagne glänzt mit großen Entscheidungsspielräumen und garantiert viele Stunden Spielspaß. Die Grafik wirkte (bis auf einige, kleinere Fehler) überzeugend. An der Geräuschkulisse und der Synchronisation gab es nichts auszusetzen. Abwertend wirkt sich jedoch der neue Kopierschutz „Game-Launcher“ aus, der einem das ein oder andere Mal einen Strich durch die Schleichfahrt macht.

Wertung: 84%

(nAo)