Aion

Mit Aion startet erneut ein ernsthafter Konkurrent für World of Warcraft in den Handel. Doch hat der Herausforderer das Zeug dazu, der ewigen Nummer eins von Blizzard die Stirn zu bieten? Wir schauen mal nach…

 

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Aion ist ein einzigartiges Online-Erlebnis, bei dem, anders als bei allen bisher da gewesenen MMOs, der Nervenkitzel des Fluges mehr ist als eine Möglichkeit, die Landschaft zu erforschen – vielmehr ist er ein wesentlicher strategischer Bestandteil in Kämpfen, Quests und bei der Erforschung neuer Gebiete. Spieler stürzen sich ins Kampfgeschehen und schließen Tausende individueller epischer Quests im Flug ab, während sie gleichzeitig versuchen, eine Welt zu retten, die nach einem jahrhundertelangen brutalen Konflikt in zwei Hälften zerbrochen ist. Mit Hilfe eines außerordentlich flexiblen, detaillierten Charaktergestaltungs-Systems können Spieler wahrhaftig individuelle Charaktere gestalten und eine atemberaubende Welt erforschen, in der es von fantastischen Geschöpfen, mysteriösen Feinden und uralten Geheimnissen nur so wimmelt.

 

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So viel zur Produktbeschreibung des Herstellers. Jetzt werden wir mal selbst nachschauen, was der neue Stern am MMO-Himmel so zu bieten hat.

Im Himmel herrscht Krieg, und die Heerscharen von Gut und Böse fallen übereinander her. Diese Vorstellung gibt es in vielen Mythologien – und oft werden diese Konflikte von Engeln ausgefochten. Ähnlich ist es bei Aion. In der einen Hälfte der zerstörten Welt leben die “bösen” Asmodians, in der anderen die “guten” Elyos.

 

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Die Installation ist fix erledigt. Nach gut zehn Minuten können wir zum Start übergehen. Der „NC Launcher“ lädt direkt nach dem Beginn noch einmal rund 400 MByte an Daten aus dem Netz nach. Ist dies erledigt, geben wir den Zugangscode ein und los geht’s. Größere Wartezeit wegen überlasteter Server hatten wir nicht – da lag alles noch im Rahmen.

Etwas unerfreulich ist die Tatsache, dass wir irgendwie keinen Charakter im dunklen Volk der Asmodier erstellen können, sondern nur die Elyos wählen dürfen. Zumindest war dies bei den ersten der drei ausgewählten Server der Fall. Beim vierten Versuch (der ein wenig später erfolgte) hatten wir dann endlich Glück. Da das Programm automatisch für ausgeglichene Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Fraktionen sorgt – und scheinbar viele Spieler eine schwarze Seele haben – sind die “Bösen” teilweise nicht auswählbar. Gerecht im Prinzip – doch hat es uns gestört…

Gleich vorweg: Die Fantasywelt von Atreias ist sowohl auf Seiten der Elysier wie auch auf Seiten der Asmodier unglaublich athmosphärisch aufgebaut. Der Grad der Detailverliebtheit ist nahezu unerreicht. So bewundert man Fische im See, während sich der himmel verdunkelt und ein Gewitter aufzieht. Grafisch ist Aion dank der Cry-Engine schon auf den ersten Blick gelungen.

 

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Die Völker:

Elyos

Die Elyos leben in der unteren Hälfte von Atreia, auch Elysea genannt. Nach der Großen Katastrophe verbrachten sie mehr als sieben Jahrhunderte in einer vom Sonnenlicht durchfluteten Welt und haben sich dabei zu strahlenden, anmutigen Geschöpfen entwickelt. Dieses Leben im Überfluss führte jedoch auch zu Überheblichkeit bei den Elyos. Sie betrachten sich selbst als von Aion gesegnet, während die Asmodier, die nach der Großen Katastrophe dazu gezwungen waren, in absoluter Dunkelheit zu existieren, in ihren Augen Verdammte sind.

 

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Asmodier

Die Asmodier sind ein tapferes und zähes Volk, das im Zuge der Großen Katastrophe von den Elyos abgespalten und in eine Welt der Finsternis und Verzweiflung gestürzt wurde. In dieser trostlosen Situation zu überleben, ist eine Sache, darin aber zu wachsen und zu gedeihen, ist etwas völlig anderes. Die Narben, die die Geschichte hinterlassen hat, sind für alle noch immer gut sichtbar: Als die Welt der Asmodier in Finsternis gehüllt wurde, begannen ihre Körper sich zu verändern. Ihre Hautfarbe wurde fahl und ihre Augen, die sich an die Finsternis anpassen mussten, entwickelten ein unheimliches Glühen.

 

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Bei der Charakter-Generierung bietet AION unzählige Möglichkeiten, das Aussehen des Charakters den individuellen Vorstellungen anzupassen. Dutzende Schieberegler warten, man kann alles, wirklich alles einstellen. Man wählt dann noch eine von vier Oberklassen (Krieger, Scout, Magier oder Priester), die die grobe Spielrichtung festlegt (später im Spiel spezialisiert man sich dann auf eine von jeweils zwei Unterklassen) und es kann losgehen.

Nachdem der Charakter erstellt ist, geht es zunächst in die eher einsteigerfreundlichen Regionen der Spielwelt. Schnell stellt sich heraus, dass der Protagonist sein Gedächtnis verloren hat und nun nach Hinweisen auf seine Vergangenheit sucht. Kennt man bereits…

Die ersten vier Levels des Spiels dienen als Einführung, bei der der Spieler mit der Geschichte vertraut gemacht wird.

 

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Die Steuerung ist ähnlich wie bei Guild Wars, mit den Pfeilen läuft man (allerdings kann man mit der Leertaste auch springen und es gibt eine Fertigkeitenleiste sowie einen Kompass. Instanzen bzw. Städte, die man erst mal durch ein Dimensionstor betreten muss sucht man vergebens – bei Aion kann man einfach überall hinlatschen. Aufgaben/Hinweise erscheinen währenddessen als Fragezeichen am unteren Bildschirmrand.

Die Quests sind oft Sammelquests oa la “hol dies” oder „töte Soundso“ – doch da nehmen sich alle MMORPGs bisher nichts. Die Hilfe, die man bei Aion bekommt, ist aber wirklich gelungen. Man kann auf die Personennamen oder Örtlichkeiten im Questtext klicken und bekommt punktgenau auf der Karte angezeigt, wo man hinlaufen muss – TOP!

 

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Das Kampfsystem mit den vielen Skills und Kombinationsmöglichkeiten erfordert etwas Übung. Es lehnt sich an den bekannten Genre-Vertretern an, ist aber aufgrund eines speziellen Kombo-Systems noch dynamischer und spielt sich deutlich interessanter. Mit einem Rechtsklick auf einen Gegner eröffnet der Charakter automatisch den Kampf, die Ressourcen, die dabei für zusätzliche Aktionen benutzt werden, sind bei allen Klassen MP (Magiepunkte oder Manapunkte). Um diese und die Trefferpunkte aufzufüllen muss sich der Charakter kurz hinsetzen und erholen,

 

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Im Gegensatz zu anderen MMO’s, wo man sich meist nur mittelmäßige Ausrüstung craften kann, ist es in Aion möglich die für’s PvE beste Ausrüstung selbst herzustellen. Das ist zwar aufwendig – aber man gewinnt dabei Erfahrung, was einem natürlich gelegen kommt, wenn man die nächste Stufe erreichen will.

Features:

* Episches massives Multiplayer-Online-Rollenspiel (MMORPG)

* Rettet Euer Volk vor einer uralten bösen Macht, die alles zu zerstören droht

* Wählt zwischen den dämonenartigen Asmodiern und den engelsgleichen Elyos

* Fliegen ist ein essenzieller und strategischer Bestandteil des Spiels

* Spektakuläres, sich immer weiter entwickelndes Kampfsystem

* Mit detailliertem Tool zur Erstellung von Charakteren

* Monatliche Abonnementgebühr von 12,99 € für den Online-Spielbetrieb

Voraussetzungen:

Minimum:

Windows XP SP2; 2,8 GHz-Prozessor oder gleichwertig; 1 GB RAM; NVIDIA 5900 Ultra mit 128 MB RAM bzw. ATI Radeon X700 mit 128 MB RAM oder besser; 15 GB Festplattenspeicher; DVD-ROM-Laufwerk; DirectX 9.0c (Update von 6/2008); Soundkarte; Breitband-Internetverbindung

Empfohlen:

Windows XP SP2 / Vista; Dual Core-Prozessor mit 2,0 GHz oder gleichwertig; 2 GB RAM; NVIDIA 6800 mit 256 MB RAM bzw. ATI Radeon X800 mit 256 MB oder besser; 15 GB Festplattenspeicher; DVD-ROM-Laufwerk; DirectX 9.0c (Update von 6/2008); Soundkarte; Breitband-Internetverbindung

Fazit:

Landschaft, Charaktere und Spielatmosphäre sind atemberaubend und auch die Hintergrundmusik ist teilweise sehr gut gelungen. Für alle die von WoW genug haben (oder schlicht ein klasse MMORPG suchen) ist Aion ein Pflichtkauf. Die Hardwareanforderungen sind zudem noch im Rahmen des Vertretbaren. Aion wird damit unser Kauftipp für den Monat September!

 

Wertung: 87%

 

(oz)

Genre: MMORPG

Publisher: NCsoft

Plattformen: PC

USK: Freigegeben ab 12 Jahren

***Getestet auf folgendem System:

Big-Tower Antec Twelve-Hundred, Antec True Power Quattro 1000 Watt Netzteil, Foxconn Mars Mainboard, Intel Core 2 Duo 8400 (2x 3.0 Ghz), 4 GB Kingston DDR 2 800, Gainward GTX 285, Seagate 1 TB-HDD ST31000528AS , DVD-ROM LG 16x mit Windows Vista Ultimate 32 Bit auf Iiyama 22“ PL E2201W2-B2***

Mit freundlicher Unterstützung unserer Partner Antec, Foxconn, Iiyama, Microsoft, Kingston, Gainward und Seagate***