FDP: Jugendliche nicht von Kommunikation abschneiden

fdpDie FDP gibt beim Thema Neuregelung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) nicht nach: „Die Liberalen im Bayerischen Landtag können den JMStV in seiner derzeitigen Form so nicht mittragen“, erklärt die jugend- und medienpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Julika Sandt, MdL (München) dazu. Die Liberalen haben ihre Bedenken der Staatskanzlei bereits wiederholt mitgeteilt. In einer schriftlichen Stellungnahme haben der Fraktionsvorsitzende Thomas Hacker, MdL (Bayreuth) und Julika Sandt die Position der FDP bekräftigt.

 

 

Sandt erklärt dazu: „Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag würde bewirken, dass Internetseiten, die von Nutzern mitgestaltet werden, erst ab 18 zugänglich wären oder vom Anbieter 24 Stunden überwacht werden müssten. So wären Jugendverbände und -organisationen gezwungen, ihre Mitglieder-Foren oder Blogs nicht für Jugendliche freizugeben. Das ist absurd. Auch bei Social Networks wie Facebook, Schüler-VZ oder Lokalisten wäre die Rechtslage unklar. Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag basiert offenbar auf der Vorstellung, das Internet bestünde aus statischen Seiten von Konzernen und Institutionen, die ihre Inhalte allein verantworten. Realistisch ist aber, dass mehr und mehr Inhalte von den Nutzern gestaltet werden. Wer Jugendlichen diese zeitgemäße Möglichkeit zur Kommunikation und Information wegnimmt, schützt nicht die Jugend, sondern beeinträchtigt ihre soziale und kulturelle Entwicklung in der modernen Welt“, so Sandt abschließend.

 

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(Julika Sandt)